Atos, Google, IBM, Intel und Microsoft: Digitale Plattformen in die reale Welt integrieren [Upd]

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Fabriken und andere Fertigungseinrichtungen stehen heute und morgen vor einer großen Herausforderung, die mit einer zentralen Frage verknüpft ist: Wie lassen sich diese Industrieanlagen digital fit machen, und das mit welchen Tools? Sobald man anfängt darüber nachzudenken, stößt man ganz schnell auf den Begriff „Business-Plattform“. Hierbei handelt es sich um die digitalen Plattformen wie Google Cloud Platform, Microsoft Azure, Amazon AWS und vieles mehr.

Aufgrund dieser Wichtigkeit wird dieses Thema auf der Hannover Messe eine wesentliche Rolle spielen. Denn ohne die passende Plattform wird die digitale Transformation entweder nur sehr umständlich oder gar nicht gelingen. Doch das ist längst nicht alles, denn die aktuellen Business-Plattformen funktionieren nicht für sich alleine, sondern nur im Verbund mit anderen Lösungen und Technoligieansätzen.

Microsoft Azure: Cloud-Plattform für den Mittelstand

In Halle 17 begegnet man Microsoft. Dort dreht sich vieles um die Cloud-Plattform Azure. Hier werden beispielsweise Fragen beantwortet, wie (mittelständische) Unternehmen ihre (industriellen) Anwendungen in die Cloud bekommen. Eine weitere Rolle wird zudem Microsoft Dynamics 365 spielen. Mithilfe dieser Cloud-basierten ERP- und CRM-Anwendungen können fundamentale Erkenntnisse über das eigene Geschäft gewonnen werden. Damit lassen sich komplette Wertschöpfungsketten abbilden, also vom Einkauf bis zur Produktion.

Neben Microsoft werden auf der Hannover Messe 2020 im Bereich „Digital Ecosystems“ auch Amazon mit der Cloud-Plattform AWS und Google Cloud mit ihren zahlreichen Möglichkeiten in den Hallen 14 bis 17 anzutreffen sein.

So kommt die Google Cloud-Plattform unter anderem bei Siemens, Airbus und Sandvik in Bereichen zum Einsatz, in denen vernetzte Produkte, möglichst optimale Lieferketten, vorausschauende Wartung und mehr im Vordergrund stehen. Aber auch Anwendungen wie Google Cloud IoT Core werden vermehrt von der Fertigungsindustrie genutzt. Damit lässt sich mithilfe geeigneter Machine Learning-Algorithmen der Produktionsausschuss deutlich reduzieren. Darüber hinaus wird man am Stand von Google eine Menge erfahren können zum Thema Big Data und dem Analyse-Tool BigQuery.

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Amazon AWS setzt auf die Künstliche Intelligenz

Ein verminderter Produktionsausschuss steht auch bei Amazon AWS im Vordergrund. Damit lassen sich KI-gestützte Produktionsprozesse entwickeln und realisieren. So können isolierte Anlagedaten grenzüberschreitend in gemeinsame Datenpools überführt werden, und das basierend auf Greengrass und Machine Learning, die sich für das Verarbeiten von Echtzeitdaten und die Prädiktivanalysen von Produktionsanlagen einsetzen lassen. Das kommt bei Firmen wie Georgia-Pacific, Siemens, und General Electric bereits zur Anwendung.

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Künstliche Intelligenz und komplette Lösungsszenarien von Atos, Intel & Co.

In den Hallen 14, 15, 16 und 17 werden sich weitere bekannte Namen wie Software AG, Atos, IBM und Intel tummeln.

So wird Intel wird über die Künstliche Intelligenz sprechen und anhand existierender Produkte und Lösungen zeigen, wie sich das vorausschauende Warten von Industrieanlagen („Predictive Maintenance“) mithilfe der Intel-Plattform realisieren lässt. Dazu gehören die aktuellen Xeon-Prozessoren, der Intel Nervana-Prozessor für neuronale Netzwerke und die Movidius Myriad Vision Processing Unit (VPU). Damit können KI-Anwendungen auf einem einzigen Chip implementiert werden, und das sehr stromsparend.

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Mit IBM Watson IoT Industrieanlagen vorausschauend warten

Natürlich wird auch IBM auf der Hannover Messe anzutreffen sein. Denn bei „Big Blue“ spielen Themen wie vernetzte Fabriken und Künstliche Intelligenz eine tragende Rolle in der Unternehmensstrategie. So werden zahlreiche Anwendungsbeispiele die Möglichkeiten der IBM Watson IoT-Plattform zeigen. Denn mithilfe geeigneter KI-Algorithmen werden Industrieanlagen digitaler, IoT-Netzwerke sicherer und Fabriken schlauer. Aber auch über die die IBM Cloud-Plattformen wie Red Hat wird man mit den IBM-Experten reden können.

IoT-Plattform Cumulocity hilft beim Aufbau von IoT-Anlagen

Ist von der digitalen Transformation industrieller Anlagen die Rede, kommt man an der Software AG nicht vorbei. Denn mit ihrer IoT-Plattform Cumulocity wird der Software-Anbieter in Halle 15 zeigen, wie sich das Vernetzen von Anlagen und Maschinen mithilfe einer Software-Plattform realisieren lässt. Damit mutieren Gebäude, Fahrzeuge, Wasserzähler und Industrieanlagen zu einem einzigen IoT-Netzwerk, dessen Daten mithilfe von Cumulocity in jeder Cloud-Umgebung und in jeder Anwendung landen. Und das mit speziellen Tools wie der Streaming-Analytics-Engine.

Atos und MPDV Mikrolab: Von virtuellen und smarten Fabriken

Ebenfalls mit dabei werden SAP und Atos sein. SAP sieht seine Schwerpunkte auf der Hannover Messe 2020 im ganzheitlichen Ansatz. Von Atos hingegen werden Messebesucher vor allem lernen, wie „virtuelle Produkte“ entstehen, und das entlang einer kompletten Wertschöpfungskette. Die Teilbereiche hierzu sind Design, Produktion, Wartung, Qualitätskontrolle und Verkauft samt Service. Damit lassen sich auch intelligente Fabriken realisieren.

Weniger bekannt, aber mindestens genauso wichtig sind die „Hidden Champions“ der Hannover Messe 2020. Dazu gehört zum Beispiel MPDV Mikrolab aus Aschheim bei München, die mit ihrem Slogan „We create Smart Factories“ eine für die Messe passende Botschaft dabei haben werden. So steht in Halle 17 eine Messepremiere auf dem Programm, in der es um einen ganzheitlichen Ansatz geht, und das mithilfe der Disziplinen „Vorhersage“ (Prediction), „Planung und Steuerung“ (Planning & Scheduling), „Analytics“ (Datenanalyse) und „Execution“ (Überwachung und Monitoring).

Disclaimer: Dieser Beitrag erschien originär im Auftrag der Hannover Messe AG auf deren zugehörigen Webseite.

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