Vergleicht man den hiesigen Digitalisierungszustand mit dem solcher Länder wie Litauen, Lettland und Estland, wird schnell klar, warum bei vielen Software-Entwicklern das Baltikum als Vorbild gereicht. Denn das, was in den baltischen Ländern an digitalen Möglichkeiten vorherrscht, lässt sich hierzulande nur mit einem Wort beschreiben: Paradiesisch.
Um den sehr unterschiedlichen digitalen Status Quo näher zu beleuchten und zu beschreiben, fand am gestrigen Donnerstag (7.10.2021) in den Münchner Büroräumen der birkle IT AG eine Veranstaltung in illustrer Runde statt. Geladen und anwesenden waren:
- Reinhold Schneider, Präsident der Deutsch-Baltischen Handelskammer
- Aušrinė Armonaitė, Ministerin für Wirtschaft und Innovation der Republik Litauens
- Janis Vitenbergs, Wirtschaftsminister der Republik Lettlands
- Marco Spielmann, CEO birkle IT Estland OÜ
- Prof. Dr. Anna Frebel, Professorin der Physik am MIT (Massachusetts Institute of Technology)
birkle IT ist im Baltikum breit aufgestellt
Selbstverständlich war es kein Zufall, dass genau dieser prominente Personenkreis im Zentrum der Veranstaltung stand. So betreibt birkle IT in den drei baltischen Ländern eigene Büros, um in diesem sehr digital geprägten Wirtschaftsraum neue Projekte voranzutreiben und auch von den Möglichkeiten dieser Länder zu lernen, was den jeweiligen Digitalisierungsgrad betrifft. Denn wenn die Pandemie etwas gezeigt hat, dann vor allem den enormen Nachholbedarf, den unser Land aufweist, wenn man über digitale Abläufe und Prozesse spricht.
Die KI repräsentiert die zweite Welle der IT
Was auch Gegenstand des birkle-Events war, nämlich die vielfältigen Möglichkeiten, die sich aus der quasi selber weiterentwickelnden KI-Bewegung ergeben. Oder wie es CEO Jörn Halbauer von birkle IT sagte: Die Künstliche Intelligenz stellt im Grunde die zweite große Welle der Informationstechnik dar, die Unternehmen und Behörden bei der Digitalisierung helfen soll – und wird.

Aus diesem – und anderen Gründen – haben das MIT und birkle IT erst diesen August eine weitreichende Kooperation vereinbart. Kern dieser Zusammenarbeit werden neue Möglichkeiten der KI sein. Dazu sollen gehören: weitreichende Berechnungen in denen Bereichen Big Data & Analysis, neue Wege der Personalbeschaffung (speziell im Bereich Software-Entwickler*innen), sowie eine bestmögliche Inklusions- und Vielfältigkeitsstrategie, mit Fokus auf mehr Frauen in der IT.
Gute Geschäftsbeziehungen zwischen dem Baltikum und Deutschland

Während ihrer kurzen Präsentation hob Ministerin Aušrinė Armonaitė die sehr guten Geschäftsbeziehungen zwischen Deutschland und Litauen hervor. Das zeigte sich erst vor kurzem auf der IAA Mobility in München, auf der Litauen mit einem eigenen Stand vertreten war. Dort präsentierten litauische Firmen ihre Produkte und Lösungen rund um die Themen KI und IoT.

In eine ganz ähnliche Richtung zielte auch die Rede von Janis Vitenbergs, der den hohen technischen Standard vieler lettischer Unternehmen hervorhob. Das betrifft in ganz besonderem Maße den Bereich des maschinellen Lernens, zu dem zahlreiche Firmen in Lettland einen maßgeblichen Teil beitragen.
Frau Prof. Dr. Anna Frebel vom MIT mit „erhellenden“ Einsichten
Besonders bemerkenswert an der Veranstaltung waren aus der Sicht eines KI-affinen Bloggers zwei Dinge: Zum einen der Auftrifft von Frau Prof. Dr. Anna Frebel, die unter dem weitreichenden Titel „Next Level Society“ ihren ganz persönlichen Blick auf das Thema IT und Künstliche Intelligenz offenbarte. Zum anderen wurde auf der Veranstaltung die Gründung eines vom MIT und der Charité Berlin begleiteten Start-ups namens Vision Surgery AI verkündet.

Dieses e-health-Unternehmen verfolgt das Ziel, durch KI-gestützte Überwachung Operationen zu optimieren. Die Kenntnis der Vitalparameter des Patienten in Verbindung mit der kontinuierlichen Überwachung des OP-Fortschritts mithilfe von KI-Tools und visuellen Systemen ermöglicht eine bessere Diagnose des aktuellen Zustands des Patienten und eine bessere Beurteilung der Fähigkeiten des Chirurgen. Das Risiko einer versehentlichen Abweichung vom Operationsplan einschließlich der automatischen Zählung von Instrumenten und Nahtmaterial kann somit minimiert werden.
birkle IT goes Baltikum goes KI
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die Digitalisierung hierzulande mit Firmen wie der birkle IT und deren Kooperationspartnern wichtige Impulse erfahren kann, die in Zukunft dieses Land wettbewerbsfähiger machen können. Das betrifft zahlreiche Bereiche, in denen eine digitale Transformation dringend nötig ist. Hierbei kann die Künstliche Intelligenz einen wichtigen Beitrag leisten, wie meine Zusammenfassung von Frau Frebels Keynote-Vortrag zeigen wird, den ich nächste Woche veröffentliche.
Disclaimer: Für diesen Blogbeitrag hat mich die birkle IT AG beauftragt. Bei der Ausgestaltung der Inhalte hatte ich nahezu freie Hand.