CAST Highlight ermittelt, wie Cloud-tauglich Applikationen sind

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Mit einer Frage beschäftigen sich immer mehr Unternehmen:

Wie kann ich eigentlich herausfinden, wie Cloud-tauglich meine Applikationen sind?

Dass die Antwort darauf nicht ganz trivial ist, lässt sich wohl recht einfach annehmen. Dass eine praktikable Lösung mit recht geringem Aufwand trotzdem möglich ist, zeigt die Software-Analyse-Lösung Highlight der Firma CAST, für die ich diesen Beitrag schreibe. Das besondere an diesem Tool: Die Cloud-Tauglichkeit richtet sich vor allem an Entscheider. Also an solche Anwender, die mit der Technik dahinter nicht besonders viel am Hut haben.

Exkurs: So funktioniert CAST Highlight

CAST Highlight analysiert im Wesentlichen vier Bereiche von Software-Applikationen: Robustheit & Zuverlässigkeit (Software Resiliency), Verständlichkeit und Wartbarkeit (Software Agility), Komplexität (Software Elegance) und Cloud-Tauglichkeit (CloudReady). Dabei gilt: Je höher der ermittelte Index ist, desto weniger Probleme hat Highlight innerhalb der betreffenden Kategorie ermittelt. Dabei stellt der Indexwert 100 die höchste Punktzahl dar, die eine Software erreichen kann.

Im Falle von „CloudReady“ bedeuten die ermittelten Werte im Einzelnen:

  • 100 bis 80: Die Anwendungen lässt sich ohne größeren Aufwand in die Cloud migrieren (falls keine Roadblocker ermittelt wurden).
  • 79 bis 60: Üblicherweise gute Kandidaten für eine Migration in die Cloud.
  • 30 bis 0: Migration kommt erst infrage, wenn grundlegende Verbesserungen erreicht werden können.  

CAST Highlight - Übersicht

Was man für das Ermitteln seines Cloud-Index benötigt

Im ersten Schritt für das Ermitteln des eigenen Cloud-Index‘ bekommen alle Cloud-Portierung-Projektmitglieder (intern und extern) eine E-Mail zugesandt, in der sich ein Hyperlink befindet. Damit verzweigen die Anwender auf das CAST Highlight-Portal, auf dem ein kleines Software-Tool zum Download bereit steht. Dieses wird auf dem Rechner des betreffenden Anwenders installiert, womit sich eine genaue Analyse der zu sortierenden Anwendungssoftware durchgeführt wird. Zusätzlich beantworten alle Beteiligten ein paar Fragen, die Auskunft über die Wichtigkeit der künftigen Cloud-Anwendungen geben, etc. Das ist so simpel, dass es keine wirkliche Hürde beim Ermitteln der Cloud-Tauglichkeit der eigenen Applikationen darstellt.

CAST Highlight Workflow

Was CAST Highlight an Daten ermittelt

Auf Basis der Software-Analyse, die das installierte Stück Software vorgenommen hat, wird eine verschlüsselte Datei generiert, die jeder Anwender per Upload auf einen geschützten Bereich des CAST Highlight-Portals kopiert. Hierbei werden sämtliche regulatorische Maßnahmen berücksichtigt, die speziell bei größeren Unternehmen beachtet werden müssen. Damit wird sicher gestellt, dass es keine Compliance-Verstöße auftreten. Hierzu gehört beispielsweise, dass Quellcode nicht von CAST Highlight kopiert und auf das Portal übermittelt wird.

Wie man die ermittelten Daten interpretiert

Innerhalb des CAST Highlight-Portals werden die so ermittelten Daten sehr übersichtlich und anhand von Indexwerten exakt aufgelistet und bewertet. Außerdem schlägt die Analyse eine mögliche Strategie vor, anhand der die eigenen Anwendungen in die Cloud migriert werden können. Hierfür erstellt das CAST-Tool eine Prioritätenliste, die ziemlich exakt den Aufwand pro Applikation darstellt, die für den Umzug in die Cloud erforderlich ist. Damit bekommt man brauchbare Werte an die Hand, mit welchem zeitlichen Aufwand pro Anwendung zu rechnen ist.

Doch nicht nur der Migrationsaufwand ist wichtig. So sollte die Konzentration auch den möglichen Sicherheitslücken der zu migrierenden Anwendungen gelten. Denn nichts ist fataler als eine Applikation, die aufgrund ihrer Schwachstellen im Cloud-Einsatz eine echte Gefahrenquelle für die komplette Infrastruktur darstellt – und damit für das ganze Unternehmen. Hierfür nutzt CAST Highlight eine große Bibliothek, die mehr als 100.000 bekannte Schwachstellen und Gefahrenherde in Software-Applikationen kennt. Interessant an der Highlight-Analyse sind aber auch „demografische“ Erkenntnisse, also wie viele Anwendungen in Java, .NET, etc. geschrieben wurden. Denn auch hieraus lassen sich bestimmte Dinge ableiten.

CAST Hight Portfolio Demographics

 

Wie man die Highlight-Analyse richtig liest

Anhand des folgenden Dashboard-Ausschnitts der Highlight-Software bekommt man einen sehr guten ersten Eindruck von der Cloud-Tauglichkeit der eigenen Anwendungen. So lassen sich folgende Parameter beurteilen (von links nach rechts):

  • Cloud-Readiness insgesamt
  • Cloud-Readiness anhand der Anwenderumfrage
  • Cloud-Readiness anhand der Analyse
  • Anwendungen, die mit geringem Aufwand „Cloud-ready“ sind (Boosters)
  • Anwendungen, die mit mittlerem Aufwand „Cloud-ready“ sind (Blockers)
  • Anwendungen, die mit hohem Aufwand „Cloud-ready“ sind (Roadblocks)

CAST Highlight Cloud-ready

Disclaimer: Dieser Blogbeitrag ist im Auftrag der Firma CAST entstanden, die mir bei der Ausgestaltung und Formulierung nahezu freie Hand lässt.

Ein Kommentar

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