Das Thema Cloud ist wahrlich kein Neues, und doch ranken immer noch zahlreiche Bedenken und Vorurteile rund um diese Technologie. Vor allem Sicherheitsbedenken halten nach wie vor Anwender davon ab, die eigenen Daten auf einen Server im Internet zu „schieben“.
Doch aus welchen exakten Gründen scheuen private Anwender den Gang in die Cloud? Dieser Frage ist der Internet Service Provider STRATO mithilfe des Marktforschungsunternehmens forsa nachgegangen und hat gut 1.000 Internetanwender zu ihrem Cloud-Nutzungsverhalten befragt. Und das ist dabei herausgekommen.
Cloud-Anwendungen sind noch nicht überall angekommen
Zunächst einmal: Mehr als die Hälfte der Befragten haben die Vorbehalte gegenüber Dropbox und Co. bereits abgelegt. Auffällig dabei: Vor allem 30- bis 59-Jährige sind aktive Cloud-Nutzer, ältere Anwender verweigern den Gang ins Internet-gestützte Speichern ihrer Daten nach wie vor.
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Interessant ist auch die Frage, welche Art der Daten Anwender am ehesten in der Cloud ablegen. Dazu zählen vornehmlich relativ unverfängliche Dinge wie Fotos, Dokumente und Kalendereinträge. Sensible Daten wie Kontoeinstellungen oder gar Zugangsdaten und Passwörter würden die allermeisten Befragten gar nicht im Internet speichern. Das zeigt, wieviel Misstrauen vielen Cloud-Diensten immer noch entgegengebracht wird.
Doch warum nutzen die befragten Internetanwender die vorhandenen Cloud-Dienste überhaupt? Dazu zählen Gründe wie der Schutz vor Datenverlust, die Unabhängigkeit von physischen Speicherkomponenten wie Festplatten und Speicherkarten sowie der globale und beliebige Zugriff von jedem Ort der Welt, und das mit jedem Endgerät.
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Cloud-Server sollten sich möglichst auf hiesigem Boden befinden
Doch wie sieht es mit dem Thema Sicherheit ganz generell aus? Ist den Befragten beispielsweise der Standort des Cloud-Servers egal? Nein, nicht wirklich, wie die Studie zeigt. Denn nur 36 Prozent der Anwender sagten „Ist mir egal, in welchem Land der Cloud-Server steht“. Mehr als die Hälfte hingegen wählen den Cloud-Service anhand dieses Kriteriums aus. Mehr noch: Sie würden sogar Geld dafür ausgeben, wenn sie wüssten, dass der Cloud-Dienst in Deutschland beheimatet ist. Kein Wunder also, dass Microsoft, Dropbox und Co. verstärkt auf lokale Cloud-Server setzten.
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Damit steht die Sicherheit bei der Wahl des infrage kommenden Cloud-Providers ganz weit oben auf der Liste. Doch welche weiteren Kriterien sind wichtig, nach denen Internetanwender den Cloud-Dienst auswählen? Nun, dazu zählen Dinge wie:
- eine Vielzahl von unterstützen Endgeräten des Cloud-Dienstes (82%)
- eine mögliche Verschlüsselung der Daten auf dem Cloud-Server (64%)
- der Preis des Cloud-Service’ (53%)
- die unterschiedlichen Speichergrößen (45%)
- das Image des Cloud-Anbieters (42%)
Warum Cloud-Verweigerer auf Internetserver umziehen würden
Wie sieht es eigentlich mit den Anwendern aus, die noch keinen Cloud-Dienst nutzen? Für welchen Anwendungszweck könnten sie sich den Wechsel in die Cloud vorstellen? Nun, da stehen ähnliche Kriterien wie bei den bereits „konvertierten“ Anwendern im Vordergrund, also der weltweite Zugriff auf die Daten, das Sichern von Fotos und Videos, der Schutz vor Datenverlust und Gerätedaten und einiges mehr. Nicht so wichtig ist das Teilen und das gemeinsame Nutzen von Office-Dateien.
Cloud-Anbieter werden anhand bestimmter Kriterien ausgewählt
Zusammengefasst lässt sich also sagen, dass der Wechsel zu einem Cloud-Service von diversen Gründen abhängt. Dazu zählen eine einfache Handhabung des Dienstes, der hiesige Standort, ein gut erreichbarer Kundendienst, ein vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis, ein automatisches Backup und so fort. Das können und sollen Cloud-Anbieter durchaus als Hinweis verstehen, wie ihr Angebot aussehen sollte.
Disclaimer: Für das Verfassen des Blogbeitrags hat mich die Claneo GmbH beauftragt. Bei der Ausgestaltung der Inhalte hatte ich nahezu freie Hand.