Vorletzte Woche fand der E&U Virtual Summit statt, den Atos und Google Cloud gemeinsam begingen und gestalteten. Ich durfte dem Event ein wenig beiwohnen. Herausgekommen ist dieser Beitrag, der im Wesentlichen die Breakout Sessions von Sabine Knör von ENERGY4U (ein Atos-Unternehmen), und Ludovic Tessier von Google sowie eine Q&A-Session zusammenfasst, in deren Verlauf Thorsten Konschak und Kai Sassmannshausen von Google sowie Thomas Walter und Simon Padberg von Atos die Fragen der Anwesenden beantworteten.
Ist Machine Learning in der Energiewirtschaft schon angekommen oder noch Vision?
In ihrer gemeinsamen Breakout-Session gingen Sabine Knör von ENERGY4U und Ludovic Tessier von Google folgender Frage auf den Grund: Kommt Machine Learning in der Energiewirtschaft bereits zum Einsatz oder ist es bisher höchstens eine schöne Vision?
Um hierfür die passende Antwort präsentieren zu können, stellte Sabine erst einmal eine Art Fahrplan vor, wie Unternehmen ihren Einstieg in das Machine Learning-Zeitalter gestalten könnten. Hierbei sprach sie unter anderem von den Hindernissen des Einsatzes von KI, den aktuelle Möglichkeiten, den bestehenden Einschränkungen und anderen Aspekten mehr.
Sie zeigte aber auch, wie Unternehmen mithilfe eines ersten Pilotprojekts einen schnellen und erfolgreichen ML-Einstieg schaffen können, und dass in diesem Kontext Daten immanent wichtig sind. Ebenfalls wichtig laut Sabine ist das Einbeziehen aller relevanten Teilnehmer:innen in das ML-Projekt von Anfang an.
Um all die Theorie mit praktischen Erfahrungen belegen zu können, stellte Sabine dann ihr Lieblingsprojekt vor, das mit dem Validieren von Zählerständen zu tun hat und das mittlerweile mehr als 20 mal realisiert werden konnte. Ein weiteres ML-Beispiel betrifft das Klassifizieren von E-Mails mithilfe der passenden KI-Algorithmen.
Fragen und Antworten zum Thema Energiewende und Cloud
Den passenden Abschluss des Summit stellte eine Q&A-Session dar, in dessen Rahmen sich zwei Atos- und zwei Google-Vertreter den Fragen der Anwesenden stellten. Namentlich waren das Thorsten Konschak und Kai Sassmannshausen von Google sowie Thomas Walter und Simon Padberg von Atos.
Die erste Frage lautete, was denn aktuell die größten Hindernisse bei der Energiewende seien. Interessant an den verschiedenen Antworten fand ich das Statement von Thorsten, der jeden einzelnen in der Pflicht sieht, wenn es um eine neue Zeitrechnung in Sachen Klimaschutz und Energiewende geht. Denn wir alle können unseren Teil dazu beitragen. Oder wie Thorsten es formulierte: „Es fängt im Kopf an!“
Interessant war aber auch die Antwort von Simon Padberg, der die These vertritt, dass Energiequellen im Laufe der nächsten Monate und Jahre immer unübersichtlicher, weil vielfältiger werden. Damit stellt die geeignete Steuerung dieser unterschiedlichen Quellen eine echte Herausforderung dar.
Simon Padberg (Atos) über die Energiewende, über digitale Zutaten und die Cloud
Welche Rolle spielt die Cloud bei der Energiespeicherung?
Zu dieser Frage aus dem Auditorium gab es zwei schlüssige Antworten. So vertreten Thorsten Konschak und Google die Ansicht, dass künftig Vorhersagen möglich sein werden, an welchen Stellen Energieüberschüsse vorhanden sind, die an anderer Stelle fehlen und dann mithilfe von KI und ML transferiert werden können.
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Interessant fand ich auch die Aussage von Thomas Walter (Atos), dass im Rahmen alternativer erneuerbarer Energiequellen Smartphone-, Notebook- und eAuto-Akkus zu einer Art dezentraler Stromspeicher mutieren. Damit werden wir alle Teil eines neuen Energiekonzepts, das sich am besten mit der Cloud steuern lässt.
Tipp: Falls Sie sich die Event-Sessions der virtuellen Atos- und Google-Veranstaltung in Ruhe zu Gemüte führen möchten, empfehle ich einen Mausklick auf den zugehörigen Link.
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