Das ist mein erster Versuch, mit Dragon Professional Individual auf dem Mac unter Zuhilfenahme von Parallels Desktop einen Blogbeitrag zu verfassen.
Das klappt bisher recht ordentlich. Zumal man wissen sollte, dass mein MacBook Pro leider nur mit 8 GB RAM ausgestattet ist. Ein anderes Modell war Ende 2020 nämlich leider nicht verfügbar. Deshalb teilen sich Windows 10 und macOS schlanke 8 GB, was für diese Kombination eigentlich nicht ausreichend ist.
Diktieren mit Dragon Professional fast wie vor 30 Jahren
Was recht gut klappt ist das Steuern des Rechners mit meiner Stimme, was auch damit zu tun hat, dass sich Anfang der Neunzigerjahre für Intel den Vorläufer von Dragon Professional auf der CeBIT vorgeführt habe. Daher sind mir bestimmte Begriffe und Befehle immer noch geläufig. Daran hat sich also nicht so viel geändert in all den letzten 30 Jahren.
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Was sich als ein wenig aufwendiger herausstellte war die Suche nach dem passenden Mikrofon bzw. Headset. Denn weder mein Podcast Mikro noch die drahtlosen Ohrstöpsel verfügen offensichtlich über ein geeignetes Mikrofonsignal. Am Ende wurde es mein 20-Euro-Telefonheadset mit Kabel.
Das Diktieren mit Dragon Professional innerhalb dieser doch etwas spezielleren Umgebung klappt allerdings wirklich sehr gut. Soll heißen, dass ich kaum korrigieren oder einzelne Worte nachträglich löschen und neu diktieren bzw. sprechen muss. Mal schauen, vielleicht werde ich ja doch noch ein echter Diktier-Fan – und das nach all diesen Jahren.
Allerdings merke ich schon, dass es einen Unterschied macht, ob ich meine Texte mit Tastatur schreibe oder direkt mithilfe von Dragon in den Rechner spreche. Letzteres erfordert nämlich eine ganz andere Konzentration, da das gesprochene Wort direkt in Geschriebenes übersetzt wird. Aber wer weiß: Wenn ich das öfter mache, komme ich vielleicht noch auf den Geschmack. Und dabei kann mir Dragon Professional sicherlich eine ganze Menge helfen.
Texteditor und Dragon-Verbesserer inklusive
Schön sind auch die diversen Tools, die zu Dragon Professional Individual gehören. Wie zum Beispiel DragonPad, das einen sehr schlichten, funktionalen Editor bereitstellt, in den man direkt seine Texte sprechen kann. Damit erstellt man einen Text, der sich anschließend in jedes beliebige Programm übertragen lässt. In meinem Fall ist es das WordPress-Backend meines Blogs.
Schön ist auch die Möglichkeit, anhand existierender Dokumente Dragon besser an seine persönlichen Bedürfnisse anzupassen. Dazu gehört unter anderem das Bearbeiten des vorhandenen Vokabulars. Aber auch bestimmte Wörter und Ausdrücke lassen sich in Dragon importieren. Das soll die Erkennungsrate weiter verbessern.
Texte mit Dragon vorlesen lassen? Klappt so medium!
Eher eine Spielerei und auch noch nicht wirklich ausgereift ist die Funktion „Auswahl lesen“, mit deren Hilfe der diktierte Text vorgelesen werden kann. Das ist gerade für sehbehinderte Menschen natürlich eine gute Sache,. Da wäre es schön und hilfreich, wenn die Computerstimme ein wenig natürlicher klänge.
Alles in allem bleibt festzuhalten: Das Diktieren mit Dragon macht immer noch genauso viel Spaß wie anno 1992 in Hannover auf der CeBIT. Na, mal sehen, ob ich dabei bleibe und mir das Diktieren angewöhne und dafür weniger auf der Tastatur schreibe.