Derzeit findet im weltweiten Netz die Build 2020 statt. Dort zeigt Microsoft so wie jedes Jahr alles Wissenswerte, womit sich vor allem Entwickler und andere „Geeks“ den ganzen Tag beschäftigen. Dieses Mal ist es halt ein wenig virtueller, dafür weniger beengt als sonst.
Mein besonderes Augenmerk gilt zwei Dingen: Alles rund ums Thema Künstliche Intelligenz und Microsoft Teams. Das eine, weil es Thema dieses Blogs ist und das andere, weil ich es derzeit häufiger nutze, als ich es für möglich gehalten hätte. Und seit gestern kann ich sogar mein Smartphone als Teams-Webcam nutzen.
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Microsoft-Azure-KI-Computer mit Superkräften
Besonders beeindruckt bin ich von der News, dass ein Microsoft-Supercomputer mit KI-Superkräften zu den leistungsstärksten KI-Rechnern der Welt gehören soll. Der basiert auf Azure, ist also ein reiner Cloud-Computer. Microsoft hat den Highend-Rechner gemeinsam mit dem 2015 gegründete Unternehmen OpenAI entwickelt (Fun Fact: Zu den Investoren von OpenAI gehört ein gewisser Elon Musk). Im Vordergrund der KI-Cloud-Rechner-Aktivitäten steht das Trainieren von KI-Modellen, die sich an jedem Ort der Welt befinden können.
Bemerkenswert an der openAI-Azure-Maschine ist ihre enorme Rechenleistung, die sich aus mehr als 285.000 Prozessoren und 10.000 Grafikeinheiten speist. Damit soll sie leistungstechnisch in der Top-500-Liste der schnellsten Supercomputer laut Microsoft auf den ersten fünf Plätzen landen. Das brächte ihn in gute Gesellschaft mit IBM Sierra, IBM Summit und den anderen. Na, mal sehen, wohin es der Microsoft-openAI-Superrechner im Juni schafft. Dann gibt es nämlich die nächste Ausgabe der Top-500-Liste.
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Verantwortungsvolles KI-Lernen
Nützlich ist auch eine Sammlung von Werkzeugen, die sich Responsible ML nennt und Azure Machine Learning unterstützen soll. Das Gute daran: Microsoft will die Tools der Open-Source-Gemeinde zur Verfügung stellen, auf dass Responsible ML mithilfe schlauer Entwickler wächst und gedeiht. Die Idee hinter den verantwortungsvollen Werkzeugen: Machine-Learning-Algorithmen sollen besser verstanden werden können, was die Transparenz der zugehörigen KI-Anwendungen erhöhen soll. Das ist ja eine essentielle Forderung, mit der sich die KI konfrontiert sieht, und das nicht nur seitens der Datenschützer.
Microsoft Teams: Chatbots und Kundenterminabsprache inklusive
Dass sich bei Microsoft Teams gerade eine ganze Menge tut, ist ja nichts Neues. So stand und steht das Kollaborationstool auch auf der Build 2020 im Fokus. Zu den angekündigten Verbesserungen und Neuheiten zählen unter anderem:
- anpassbare Vorlagen, mit denen sich neue Teams ratzfatz zusammenstellen lassen sollen.
- Chatbots, die sich mithilfe des Power Virtual Agents in Teams integrieren lassen. Das soll die Interaktion mit Kolleg*innen und Konferenzteilnehmer*innen vereinfachen.
- Kundentermine sollen sich dank Bookings-App direkt in Teams planen, verwalten und durchführen lassen.
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Die restlichen Nachrichten gibt es ganz frisch im Microsoft-Build-Ticker.. Happy reading!