In Zeiten wie der Coronakrise steht auch die Industrie vor ganz neuen Herausforderungen. Dazu gehört zweifellos die Frage, wie sich vor allem verteilte Produktionsanlagen über einen sicheren Fernzugriff einrichten, steuern und verwalten lassen. Die passenden Antworten lieferten Bernhard Reichle, Jens Dolenek und Ralf Matzer im Rahmen des Siemens Digital Enterprise Virtual Summit 2020.
Anlagenbetreiber sahen und sehen sich aktuell mit ganz besonderen Aufgaben konfrontiert. Eine davon lautet: Wie können wir trotz fehlender Support-Mitarbeiter vor Ort neue Projekte in Betrieb nehmen und bereits bestehende Systeme bestmöglich betreuen. Im Siemens-Kontext lautet eine Antwort hierauf: Mit den richtigen Tools. Gemeint sind konkret SINEMA Remote Connect (SINEMA RC), SIPIX (Siemens Process Industry Expert) und cRSP (Common Remote Service Platform).
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SINEMA RC (SINEMA Remote Connect): Betreiber von verteilten Produktionsanlagen sollen mit dem Siemens-Service ferngesteuert auf ihre Systeme zugreifen können, und das sehr sicher und bis auf die unterste Hardware-Ebene der OT-Anlage. Hierzu stellt der Servicetechniker mithilfe eines SINEMA RC-Servers eine virtuelle Verbindung zu der Fertigungsmaschine oder Anlage her. Wichtig ist hierbei aufgrund der unterschiedlichen Technologiestandards den richtigen Remote-Zugriff auf die Industrieanlage zu ermöglichen.
Hierfür kommen unter anderem Techniken wie DSL und LTE zum Einsatz, mit deren Hilfe auf den SINEMA RC-Server zugegriffen werden kann. Für die höchstmögliche Sicherheit werden erprobte Techniken wie OpenVPN, IPsec und weitere Sicherheitsstandards genutzt. Das ermöglicht einen sicheren Zugriff, und dies über eine zentrale Plattform, die sich den Bedürfnissen der Anlagenbetreiber anpasst.
SIPIX (Siemens Process Industry Expert): Mithilfe des Siemens-Service’ SIPIX können Betreiber von Fertigungsanlagen bei Bedarf den Support eines ausgewählten Experten einholen, und das vollständig remote. Dies geschieht in Kombination mit der cRSP, einem industrietauglichen Tablet und einer VR-basierten Datenbrille. Damit kann beispielsweise ein Servicetechniker, der sich vor Ort an der Maschine befindet, dem Remote-Experten mithilfe einer Kamera die fehlerhafte Stelle zeigen, die sich dann analysieren lässt.
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Der Experte kann auf dieser Basis das Problem identifizieren und dem Servicemann vor Ort wertvolle Tipps liefern, wie sich die Fertigungsanlage wieder zum Laufen bringen lässt. Auf diesem Weg können sogar weitere Experten virtuell eingebunden werden, um eine schnellst- und bestmögliche Lösung herbeizuführen.
cRSP (Common Remote Service Platform): Gerade für hochverfügbare Fertigungsanlagen ist im Idealfall ein ganzes Netzwerk an Spezialisten erforderlich, die unmittelbaren Zugriff auf die Anlage erhalten. Das kann schon während der Installation einer neuen Maschine der Fall sein, aber auch im laufenden Betrieb, und das von unterschiedlichen Fachleuten. Dazu gehören unter anderem Anlagenbauer, Systemintegratoren und Steuerungshersteller.
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Damit sämtliche Beteiligten den virtuellen Zugang zu einer Fertigungsanlage erhalten, stellt Siemens eine Plattform bereit, die sich cRSP (Common Remote Service Platform) nennt. Es handelt sich dabei um ein Webportal, das den Zugang zu einer Produktionsanlage ermöglicht, und das von unterschiedlichsten Anwendern. Hierfür lassen sich einzelne Zugangsberechtigungen genau bestimmen. Mithilfe der cRSP werden die einzelnen Remote-Sessions protokolliert. Damit ist jederzeit nachverfolgbar wer, wann, welche Aufgaben an der Fertigungsanlage durchgeführt hat.
Disclaimer: Den Blogbeitrag habe ich im Auftrag der Firma Siemens verfasst. Die zugehörige Videosession kann – wie sämtliche anderen Vorträge auch – nach vorheriger Registrierung bis Ende September 2020 angesehen werden.
Weitere Informationen rund um den Siemens Digital Enterprise Virtual Summit 2020
Techtalk: „Mit dem Digital Enterprise Virtual Summit wollen wir Kunden und Partner erreichen“