Das Monitoring des eigenen oder eines fremden Netzwerks mit den passenden Tools kann aus zwei wesentlichen Gründen geschehen: Entweder will der IT-Admin längerfristige Aussagen über die Entwicklung der IT-Landschaft treffen, und das am besten auf Basis zuverlässiger Zahlen und Statistiken. Oder er will einfach nur das Netzwerk permanent im Auge behalten, um auf Anomalien oder Ausfälle schnellstmöglich reagieren zu können. Im besten Fall gehen beide Ansätze Hand in Hand.
Für beide Szenarien gibt es die passende Netzwerküberwachung, die sich historisches bzw. Echtzeit-Monitoring nennt. Beide Verfahren will ich heute ansehen und Vorzüge sowie Unterschiede genauer beleuchten.
Historisches bzw. Langzeit-Monitoring: Wohin geht die Reise
Historisches bzw. Langzeit-Monitoring stellt Messwerte aus der Vergangenheit zur Verfügungen, damit diese für eine Langzeitbeobachtung des Netzwerks ausgewertet werden können. Auf dieser Basis lassen sich voraussichtliche Entwicklungen und Trends des Netzwerk vorhersagen, womit länger- bis langfristige Kapazitätsplanungen möglich sind.
Damit kann der IT-Admin seine gesamte IT-Landschaft besser planen, da er genau weiß, wieviele Daten über einen längeren Zeitraum transferiert wurden, an welchen Stellen es möglicherweise Engpässe gab und an welchen Stellschrauben zu drehen ist.
Das alles führt schließlich zu einer verbesserten Planung, was die Anschaffung und Installation von neuen Kabelleitungen und neuer Hardware wie Switches betrifft. Mithilfe des Langzeit-Monitoring kann aber auch entschieden werden, ob sich möglicherweise die im Netzwerk identifizierten Probleme durch bestimmte Softwareupdates beheben lassen.
Realtime-Monitoring in Echtzeit: Wie gut geht es meinem Netzwerk
Im Gegensatz zum Langzeit-Monitoring steht bei der Überwachung des Netzwerks in Echtzeit der aktuelle Zustand sämtlicher Komponenten wie Switches, Router, Dienste, etc. im Vordergrund. In diesem Szenario teilt die Monitoring-Software im Fehler- oder Problemfall dem IT-Admin den genauen Befund mit, sodass dieser unmittelbar auf den Schadensfall reagieren kann. Das kann die Störung eines E-Mail-Diensts wie POP3 oder IMAP sein, es kann sich aber auch um den Ausfall eines einzelnen Switchports oder des kompletten Switches handeln.
Wichtig dabei ist vor allem, dass auf die Anomalie so schnell wie möglich reagiert werden kann, und das am besten, bevor der Anwender überhaupt etwas von dem Ausfall oder Fehler der Netzwerkkomponente merkt. Hierfür ist ein funktionierendes Benachrichtigungsystem unerlässlich. Damit Sie auch ja keine Störung verpassen.
Weitere Teile der Serie „Netzwerk-Monitoring“
https://www.it-techblog.de/serie-netzwerk-monitoring-diese-dienste-und-komponenten-lassen-sich-ueberwachen/11/2017/
https://www.it-techblog.de/serie-netzwerk-monitoring-so-funktioniert-das-ueberwachen-von-komponenten/11/2017/
https://www.it-techblog.de/serie-warum-netzwerk-monitoring-so-wichtig-ist/10/2017/
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