Ende vorletzter Woche habe ich hier über wichtige Dienste und Komponenten gebloggt, die sich mithilfe spezieller Sensoren überwachen und beobachten lassen. Da der Beitrag gut ankam, folgt heute der zweite Teil dieser „Serie innerhalb der Serie“. Die Rede ist von Sensoren für die Überwachung der Bandbreite, der virtuellen Maschinen, des E-Mail-Servers und der SQL-Datenbank.
Überwachung der Netzwerk-Bandbreite: IPFIX, Netflow und Co.
Für das Überwachen der Netzwerk-Bandbreite kommen diverse Methoden, Protokolle und Tools zum Einsatz, die sich teilweise recht ähnlich sind, aber auch Unterschiede aufweisen. So stellt beispielsweise IPFIX (Internet Protocol Flow Information Export) eine Weiterentwicklung des Netflow-Protokolls der Firma Cisco dar. Mit IPFIX kann der Netzwerk-Traffic einer kompatiblen Netzwerkkomponenten gemessen werden, und das von Diensten wie Chat, FTP, dem Webtraffic, usf. Ganz ähnlich verhält es sich mit Netflow und sFlow. Der wesentliche Unterschied besteht in den unterstützten Geräten, die mit dem jeweiligen Protokoll klarkommen.
Neben diesen speziellen Protokollsensoren gibt es auch allgemein gültige Sensoren, die auf dem Simple Network Management Protocol (SNMP) basieren. Damit lässt sich beispielsweise die ADSL-Bandbreite eines DSL-Routers überwachen (Download-/Upload-Bandbreite). Aber auch Remote Monitoring kann auf diese Weise abgebildet werden.
Überwachung der virtuellen Maschinen: XenServer, Hyper-V und VMware
Mit den richtigen Sensoren lasen sich die wichtigsten Virtual-Machine-Typen automatisiert überwachen. Dazu gehören unter anderem Sensoren für Citrix XenServer, Microsoft Hyper-V und VMware. Die wesentlichen Aufgaben dieser Kontrollinstanzen ist das Beobachten der Prozessor-, Speicher- und Netzwerkkomponenten einer virtuellen Maschine. Aber auch das permanente Überprüfen der Speicherauslastung einzelner Komponenten gehört zu den Aufgaben eines Monitoringsensors.
Überwachung des E-Mail-Servers: POP3, IMAP und Co.
Das Überwachen des E-Mail-Servers ist eine wichtige Aufgabe des Netzwerk-Monitorings, denn jeder Stillstand dieser wichtigen Kommunikationszentrale kann (a) Revolten auslösen und (b) den digitalen Austausch mit Kunden und Partnern zum Erliegen bringen. Hierfür werden unter anderem Sensoren eingesetzt, die den Zustand des aktuellen Backups überwachen, den Status Quo der Server-Datenbank kontrollieren, die Verfügbarkeit der Mailprotokolle POP3, SMTP und IMAP im Auge behalten sowie den Gesundheitszustand der SSL- und TLS-Verschlüsselung beobachten.
Überwachung der SQL-Datenbank: Windows Server, Oracle und mehr
Ob Microsoft, Oracle oder Postgre – der aktuelle Zustand der SQL-Datenbank ist von höchster Wichtigkeit. Denn ohne Datenbank gibt es keine Daten. Daher überwachen die passenden Sensoren unter anderem die für einen Datenbankabruf benötigte Zeit, die Aufschlüsse erlaubt über den aktuellen Zustand der gesamten Datenbank. Darüber hinaus lassen sich mit Tools wie WMI (Windows Management Instrumentation) zahlreiche Parameter der Windows-Server 2005 bis 2016 überwachen. Dazu gehören Informationen über die aktuelle Zahl der Datenbank-Verbindungen, aber auch die Logins und Logouts pro Zeiteinheit werden so erfasst. Auch damit können IT-Admins unerwartete Anomalien der Datenbank identifizieren und beheben, bevor ein richtiges Problem entsteht.
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