IBM Spectrum Virtualize: Speichersysteme über Grenzen hinweg zu einer Storage-Umgebung zusammenfassen

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Auf der Anfang Februar vorgestellten IBM FlashSystems 5200 ist standardmäßig eine Software installiert, die eine ganze Menge zu bieten hat. Damit lassen sich sowohl homogene als auch heterogene Storagesysteme zu einer einzigen Speicherlandschaft zusammenfassen und nutzen. Was das im Einzelnen bedeutet und wie sich das auf den Unternehmenseinsatz auswirkt, zeigt dieser Beitrag.

IBM Spectrum Virtualize auf lokalem Speicher und in der Cloud nutzen 

Das Gute an IBM Spectrum Virtualize ist zunächst einmal seine breite Verfügbarkeit über das gesamte IBM-Storage-Portfolio hinweg. Damit steht auf jedem kompatiblen Gerät diese Virtualisierungssoftware zur Verfügung, womit sichergestellt werden kann, dass die gesamte Funktionsvielfalt der Anwendung auf jeder vorhandenen Speichermaschine genutzt werden kann. Dazu gehört die IBM FlashSystems-Familie genauso wie IBM SAN Volume Controller (SVC), eine Storage-Appliance mit integrierter Virtualisierungssoftware.

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Spectrum Virtualize ist aber nicht auf lokale Speichersysteme im eigenen Rechenzentrum begrenzt, denn mit der Cloud-Variante lassen sich Daten systemübergreifend migrieren und replizieren, und das zwischen den eigenen On-Premises-Servern und bestimmten Cloud-Diensten wie IBM Public Cloud und Amazon Web Services (AWS) sowie Microsoft Azure. 

Speichervirtualisierung sichert aktuelle und künftige Investitionen

Die Besonderheit an der IBM-eigenen Speichervirtualisierung ist zudem das Sichern von Investitionen, die Unternehmen entweder in der Vergangenheit unternommen haben, aber auch für die Zukunft planen.

Denn egal, welches Speicherkonzept und welche Speichertechnik der Storage-Infrastruktur zugrunde liegen, mit Spectrum Virtualize lassen sich vorhandene und neu angeschaffte oder anzuschaffende Speicherkomponenten zu einer Einheit verschmelzen. Damit können selbst ältere Systeme in der aktuellen IT-Landschaft weiterhin genutzt werden.

IBM Spectrum Virtualize unterstützt an die 500 Third-Party-Produkte

Doch macht die Virtualisierungslösung von IBM nicht vor den eigenen Speicherlösungen halt. So unterstützt Spectrum Virtualize an die 500 Storage-Lösungen anderer Hersteller, von Dell EMC Unity- bis Hitachi VSP-Speichersysteme. Damit lassen sich IBM-Storage-Appliances mit nahezu allen Storage-Lösungen anderer Anbieter kombinieren.

Doch nicht nur das: Selbst auf kompatiblen x86-Computersystemen wie dem Lenovo ThinkSystem SR550 kann Spectrum Virtualize installiert und genutzt werden. Damit stehen auf all diesen Systemen dieselben Funktionen zur Verfügung. Dazu gehört das Kopieren von Daten genauso wie das Spiegeln einzelner oder gesamter Datenpools. 

Bemerkenswert ist übrigens auch die Tatsache, dass Spectrum Virtualize wohl die einzige Virtualisierungssoftware am Markt ist, die sich von der Storage-Maschine entfernen lässt, falls man plant, auf eine alternative Software zu setzen und damit seinen gesamten Speicherfuhrpark zu virtualisieren.

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IBM Spectrum Virtualize und die Public Cloud

Neben der reinen Rechenzentrumsvariante von Spectrum Virtualize existiert, wie bereits weiter oben erwähnt, eine zweite Ausprägung der Software, nämlich IBM Spectrum Virtualize for Public Cloud. Damit lässt sich der Datenbestand der lokalen Speicherlandschaft auf Basis von AWS- und Microsoft Azure-Cloud migrieren bzw. replizieren. 

Hierfür stehen zwei Varianten zur Auswahl: Zum einen kann man eine IBM SAN Volume Controller-Appliance (SVC) nutzen, auf der Spectrum Virtualize for Public Cloud vorinstalliert ist. Was das virtuelle Übertragen der lokalen Storage-Daten in die Cloud ermöglicht. 

Zum anderen sieht Spectrum Virtualize die Möglichkeit vor, AWS- und Azure-Umgebungen als Speicherziel zu definieren. Damit können Aktionen wie Remote Copy, Remote Backup, Remote Migration und weitere Funktionen durchgeführt werden.

Das stellt eine relativ kostengünstige Variante der Datensicherung dar, da kein dedizierter Speicher gekauft werden muss. Allerdings ist diese Form des Datenbackups hauptsächlich für „langsame“ und „kalte“ Daten vorgesehen, da Cloud-Umgebungen aufgrund ihrer hohen Latenzzeiten für schnelle Backups und Restores nicht infrage kommen. 

IBM Spectrum Virtualize vereinfacht die Storage-Landschaft und räumt mehr Freiheiten ein

Eine Virtualisierungssoftware wie IBM Spectrum Virtualize erlaubt nicht nur das Virtualisieren des gesamten Speicherfuhrparks, sondern erhöht die Investitionssicherheit und räumt wegen der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten mehr Freiheiten bei der Anschaffung notwendiger Speichersysteme ein. Darüber hinaus können Daten in die Cloud repliziert und gesichert werden, was die Investitionen in neue Speicherhardware überflüssig macht.

Das zugehörige Videointerview mit Konrad Trojok von der SVA GmbH

Disclaimer: Diesen Beitrag habe ich im Auftrag von der SVA System Vertrieb Alexander GmbH verfasst und veröffentlicht.

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